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14

Nov
Do

CHAMPAGNER UND SEKT

eine deutsch-französische Geschichte
Referent: Volker Hildisch
Beginn:
19:00 Uhr
Veranstaltung
Villa Lessing · Saarbrücken

CHAMPAGNER UND SEKT –
eine deutsch-französische Geschichte

 

Referent:
Volker Hildisch

 

Moderation:
Prof. Dr. Peter Winterhoff-Spurk 


VERANSTALTUNGSORT

Villa Lessing, Liberale Stiftung Saar


Wussten Sie, dass die Veuve Clicquot wahrscheinlich ein Verhältnis mit ihrem deutschen Kellermeister hatte? Wussten Sie, dass Rotkäppchen eine der ältesten deutschen Sektkellereien ist und der Name nach einem Rechtsstreit mit dem Champagnerhaus Heidsieck entstand? Wussten Sie, dass es im Versailler Vertrag von 1919 eine Klausel gab, nach der die deutschen Sektkellereien den Begriff Champagner nicht mehr benutzen durften? Die Antworten finden sich in dem Buch „Als Rotkäppchen Frankreich verlassen musste“. 

Der Autor erzählt Ihnen weitgehend unbekannte, unterhaltsame, manchmal traurige und witzige Geschichten aus der Gründerzeit der Champagnerfirmen im 18. Jahrhundert und der Boomphase im 19. Jahrhundert. Aus der Zeit nach dem Krieg von 1870/71, als sich in der Champagne und in Lothringen zahlreiche deutsche Sekthäuser wie Henkell und „Rotkäppchen“ niederließen. Aus dem 1. Weltkrieg, nach dem die deutschen Sekthäuser Frankreich verlassen mussten und enteignet wurden. Aus der deutschen Besatzungszeit im 2. Weltkrieg, als Millionen von Flaschen zu Dumpingpreisen nach Deutschland transportiert wurden. 

Insofern ist die Geschichte des Champagners auch eine deutsch-französische Geschichte. Geprägt vom Innovationsgeist französischer Winzer und Unternehmer wie Dom Perignon, Barbe-Nicole Clicquot-Ponsardin oder Claude Moet. Und dem kaufmännischen Geschick deutscher Einwanderer wie Florenz-Ludwig Heidsieck, Johann-Joseph Krug, Louis Roederer oder Georg Hermann Mumm. Und nicht zuletzt geprägt von mehreren Kriegen sowie der Konkurrenz zwischen den prickelnden Getränken aus Frankreich und Deutschland. Heute steht eindeutig fest: der Champagner gehört den Franzosen, der Sekt den Deutschen – und beide Seiten können gut damit leben. 


Referent

Volker Hildisch

Volker Hildisch, Journalist, Film- und Buchautor, wanderte von der Geburtsheimat Westfalen über das ehemalige Fürstentum Schaumburg-Lippe zum Studium der Germanistik und Politik an der Leibniz-Universität nach Hannover. Nach dem Examen wurde er Redakteur bei der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. Damit waren die Wanderjahre allerdings nicht vorbei. Nächstes Ziel war Ende der 80er Jahre Saarbrücken. Beim Saarländischen Rundfunk und an der Grenze zu Frankreich blieb er dann allerdings hängen. Hier setzte er seine journalistische Tätigkeit in Radio und Fernsehen fort. Seit einiger Zeit ist er dem neuen Medium Internet verfallen und betreut den Seume-Blog. 

 

Moderation

Prof. Dr. Peter Winterhoff-Spurk

Er wurde 1945 in Grimma (bei Leipzig) geboren, studierte Psychologie und Soziologie in Marburg, bevor er an der Universität Mannheim promovierte und sich habilitierte. Als Professor für Medien- und Organisationspsychologie forschte und lehrte er bis 2010 an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken. Er ist Direktor des Medienpsychologischen Forschungsinstituts in Saarbrücken gewesen, Mitbegründer und langjähriger Herausgeber der Zeitschrift Medienpsychologie, Autor zahlreicher Fach- und Sachbücher, Mitbegründer der Saarbrücker und Bad Boller Medientage und Seume-Literaturpreisträger 2011. 


Die Veranstaltung steht allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern zur Teilnahme offen.

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Im Anschluss sind Sie herzlich zu einem kleinen Umtrunk eingeladen.




Veranstalter:

Villa Lessing
Liberale Stiftung Saar

Veranstaltungsleitung

Hermann Simon

Geschäftsführer

 

Organisation

Daniela Frieg

 

 

Referent

Volker Hildisch

 

Moderation

Prof. Dr. Peter Winterhoff-Spurk


Downloads:

» EINLADUNG 14.11.19
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