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09

Sep
Do

KULTURELLE GRENZFÄLLE

Wie der Osten die westliche Kulturgrenze durchlässiger machte

Beginn:
20:00
Veranstaltung
Saarbrücken

Vortragsabend mit dem Theaterphilosophen am Leipziger Centraltheater. Am 3. Oktober trat die Deutsche Demokratische Republik der Bundesrepublik Deutschland bei. Die Wiedervereinigung – jahrzehntelang erklärtes Ziel der deutschen Innen- und Außenpolitik – wird seitdem im Westen vor allem unter einer Kostenperspektive diskutiert: Verständlich ist das, denn die Schätzungen des Gesamtaufwandes für den „Aufbau Ost“ liegen zwischen 250 Mrd. Euro (Manfred Stolpe) und 1,6 Bil. Euro (FOCUS Nr. 05/10). Das Bild vom „Fass ohne Boden“ drängt sich auf, das Magazin FOCUS titelte im Februar 2010 reißerisch: „Wie der Aufbau Ost die alte Bundesrepublik ruiniert.“ Die Saarländische Gesellschaft für Kulturpolitik und die Villa Lessing nehmen den 20. Jahrestag der Wiedervereinigung zum Anlass, einige Veranstaltungen zu diesem Jahrestag durchzuführen und dabei auch umgedreht zu fragen: Wie kann der Westen vom Osten profitieren?

 

Um dieser Frage nachzugehen, ist es uns gelungen, einen besonders ungewöhnlichen Referenten zu gewinnen. Unser Vortragsgast, der Theaterphilosoph Guillaume Paoli, ist ein französisch-deutscher Schriftsteller und befasst sich mit den Themen Arbeit bzw. Nicht-Arbeit sowie Faulheit. Der Blick eines in Ostdeutschland arbeitenden Franzosen auf die dortige Kultur und die Beurteilung ihres Wertes für Westdeutschland, erschien uns als eine besonders reizvolle und außerordentlich interessante Perspektive. Guillaume Paoli ist Franzose mit kroatischen Wurzelen und lebt seit 1992 in Berlin. Er ist Mitbegründer der Gruppierung „Glückliche Arbeitslose“, Mitherausgeber der Zeitschrift „müßiggangster“ und veröffentlichte mehrere Bücher und Essays und ist seit September 2008 als Hausphilosoph am Leipziger Centraltheater beschäftigt. Herr Guillaume Paoli setzt sich in Leipzig vehement für eine politische Funktion des Theaters ein und steht damit im weitesten Sinne in der Tradition des bürgerlichen Theaters, das in der kulturell sehr interessanten Stadt Leipzig, bekanntlich durch Friederike Caroline Neuber begründet wurde. So hat Herr Guillaume Paoli am Leipziger Schauspielhaus eine „Prüfgesellschaft für Sinn und Zweck“ (PSZ) gegründet, in der soziale und ökonomische Themen mit Zuschauern und Schauspielern diskutiert werden. Das tut er frei von Parteigrenzen und Denkhemmungen, allerdings auch mit der bei Franzosen häufiger zu findenden Freude an einer radikalen Rhetorik.




Veranstalter:

Der Vortragsabend findet in Kooperation mit der Saarländischen Gesellschaft für Kulturpolitik e. V., unter deren Veranstaltungsreihe: „West-östlicher Divan: Was kann der Westen kulturell vom Osten lernen?“, statt.

Mitwirkende:

Vortrag

Guillaume Paoli

 

Moderation 
Prof. Dr. Peter Winterhoff-Spurk
Vorstandsmitglied Saarländische Gesellschaft für Kulturpolitik e. V.

 

Begrüßung
Werner Klumpp
Kuratoriumsvorsitzender Villa Lessing – Liberaler Stiftung Saar e. V.

 

Grußwort
Irmgard Schmidt
Stellvertretende Vorsitzende Saarländische Gesellschaft
für Kulturpolitik e. V.

 


Downloads:

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