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27

Okt
Mi

ZEITZEUGEN BERICHTEN

"Lebensraum zwischen Barrikaden -
Alltagsszenen aus einem Pfarrhaus in der DDR"
Beginn:
19:00
Veranstaltung
Saarbrücken

Vor 21 Jahren, am 9. November 1989, fiel der sogenannte „antifaschistische Schutzwall“ – so bezeichnete das DDR-Regime über 28 Jahre lang den Teil der innerdeutschen Grenze, der als Berliner Mauer in die Geschichte einging. Rund ein Jahr später mündete dieses Ereignis in die Wiedervereinigung Deutschlands, die sich nun zum 20. Male jährt. Ein guter Anlass, an die Verfolgung Andersdenkender durch die Staatssicherheit zu erinnern und sich kritisch mit der kommunistischen Diktatur in der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik auseinander zu setzen.

 

Die Dokumentation „Lebensraum zwischen Barrikaden–Alltagszenen aus einem Pfarrhaus in der DDR“ von Pfarrer Wilhelm Schlemmer soll denen, die nach der Wende geboren sind und denen, die im Westen Deutschlands lebten, einen Blick „hinter die Kulissen“ gewähren und die Frage beantworten, was die Menschen im Osten so geprägt hat, wie es sich in ihrem Handeln und Denken heute noch offenbart. Denen, die wie der Verfasser im Osten Deutschlands gelebt haben, soll die Erinnerung wach gehalten werden, damit sie die Erfahrungen von damals für die Bewältigung unseres Alltages heute verwenden können. Wilhelm Schlemmer stellt Schlüsselszenen aus den Jahren 1952 bis zur „Wende“ dar und gewährt einen Gesamtblick auf Rolle und Funktion der Evangelischen Kirche in der DDR. Insgesamt will die Dokumentation eine Hilfe sein, trotz mancher Barrikaden die persönliche Freiheit im Leben zu erkennen und verantwortlich zu gebrauchen. Wilhelm Schlemmer, geboren 1938 in Naumburg an der Saale, ist in Leipzig aufgewachsen und wurde dort nach dem 8. Schuljahr wegen „negativer gesellschaftlicher Haltung“ aus der Schule entlassen. Anschließend absolvierte er eine Handwerkerlehre mit Facharbeiterabschluss. 1955 nahm er das Studium der Theologie am Theologischen Seminar Leipzig auf. Nach Abschluss der Ausbildung war Wilhelm Schlemmer von 1963 bis 1972 Gemeindepfarrer in Lobsdorf sowie Studentenpfarrer in Glauchau und von 1972 bis 1981 Gemeindepfarrer in Leipzig (Michaelisgemeinde). Dort ging er zudem einem Lehrauftrag für Katechetik am Theologischen Seminar Leipzig nach. Von 1982 bis 1993 arbeitete er dann als Superintendent in Freiberg/Sachsen und leitet dort 1989/90 den Runden Tisch. Von 1991 bis 1993 gehörte Schlemmer der Personalkommission der Technischen Universität Bergakademie Freiberg an. Von 1994 bis 2003 war er dann als Oberkirchenrat beim Bevollmächtigten der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Bonn und Berlin tätig. Wilhelm Schlemmer war ehrenamtlich Mitglied im Deutschen Komitee für UNICEF, im Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz und Mitarbeiter im Haus der Geschichte Bonn und Leipzig. Seit 2003 ist er im Ruhestand und ehrenamtlich in Schulzendorf bei Königswusterhausen tätig. Er veröffentlichte zahlreiche Artikel und Aufsätze, insbesondere in theologischen Fachzeitschriften. 2003 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen.

Veranstalter:

Lese-, Vortrags- und Diskussionsabend der Villa Lessing und des evangelischen Forums Saar


Mitwirkende:

 

Lese-, Vortrags- und Diskussion mit 

Pfarrer Wilhelm Schlemmer

 

Moderation
Professor Andreas Göpfert
Hochschule für Musik Saar


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